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Jugend Farben Kletterfestival Imst 30./31. Mai 2009














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Wettkämpferinnen des TV Ransbach/DAV Sektion Koblenz können auch international mithalten

Enya Hilpert und Katharina Lubjuhn
waren die besten Vertreterinnen Deutschlands

Beim „7th Youth Color Climbing Festival (YCCF) 2009“ in Imst, Österreich, am Pfingstwochenende vom 29.-31.Mai 2009, trafen sich 176 Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren aus 18 Nationen in der Kletterhalle Imst. Es waren nicht nur Kinder aus dem benachbarten Ausland am Start, sondern auch aus Israel, Schweden, Russland, Rumänien, Ungarn und der Ukraine. Eingeladen hatte zu diesem „Jugend Farben Kletterfestival“ der Österreichische Alpenverein (ÖAV). Unterstützt wurde die sehr gut organisierte Veranstaltung vom Österreichischen Wettkletterverband (ÖWK), der Kletterhalle Imst, Tirol Sport und den Raiffeisenbanken.
Teilnahmeberechtigt waren Kinder der Jahrgänge 1998 und 1999 sowie Schüler der Jahrgänge 1996 und 1997 jeweils getrennt nach Jungen und Mädchen. Alle Routen wurden im „Flash-Modus“ geklettert, d.h. die Teilnehmer konnten sich gegenseitig beobachten.
Die Schwierigkeitsrouten wurden nach Farben geklettert. Es durften nur Griffe und Tritte mit den entsprechenden Farben verwendet werden. Die Kinder mussten 10 Routen im „Top Rope“ klettern. Die Schüler hatten 9 Routen zu klettern, diese aber alle im Vorstieg.
Unser Team reiste bereits freitags an, da die Registrierung in der Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr zu erfolgen hatte. Danach bauten wir unsere Zelte auf dem reservierten Campingplatz in Imst auf. Nach dem Abendessen mit Nudeln und Soße erkundeten wir noch kurz die Stadt.
Bald krochen wir aber in unsere Schlafsäcke, denn am Samstagmorgen mussten wir früh raus, bereits um 08.00 Uhr öffnete die Halle. Pünktlich wurden die Routen vorgeklettert und kurz darauf stiegen auch schon die ersten Wettkämpfer in ihre jeweiligen Routen ein.
Bald hörte man auch schon die ersten Anfeuerungsrufe und es herrschte ein ungeheueres Sprachenwirrwarr.

Der erste Tag, mit sechs zu kletternden Routen, verlief bei Enya Hilpert am besten. Sie lag mit 28 weiteren Kindern auf dem ersten Platz, da sie alle Routen „toppen“ konnte. Auch unsere drei Starterinnen: Katharina Lubjuhn, Johanna Quirmbach und Dagny Hilpert bei den Schülerinnen konnten zufrieden sein. Sie lagen im Mittelfeld des mit 51 Starterinnen sehr stark besetzten Feldes. Ihr Ziel, unter die „TOP 20“ zu klettern, war also noch erreichbar.

Nach dem Wettkampf besichtigten wir noch gemeinsam die Rosengartenschlucht. Danach ging es zum Abendessen ins Hotel Sonne.

Auch der zweite Tag begann wieder früh um 08.00 Uhr. Enya ging ihre letzten vier Routen sehr konzentriert und sicher an. Die beiden ersten Routen konnte sie wie tags zuvor souverän „toppen“. Die Routen neun und zehn mussten nun die Entscheidung bringen. Das Schwierigkeitsniveau war schon enorm hoch. Außerdem kam erschwerend hinzu, dass die Kinder nun nur noch zwei Minuten Zeit hatten für jede Route. In der vorletzten Route zeigte sie eine herausragende Leistung und kletterte in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz vor. Der Vorsprung war aber nur hauchdünn. Die Entscheidung um einen Podestplatz fiel dann im Mittelteil der letzten Route an einem schrägen Dach. Es kamen zwar nur fünf Mädchen weiter als Enya, aber diese verwiesen sie damit auf einen
ausgezeichneten 6. Platz. Sie war damit mit Abstand beste deutsche Starterin.
Katharina Lubjuhn verpasste die TOP 20-Platzierung nur knapp. Mit sechs Top-Begehungen und insgesamt 240 Punkten erreichte sie in dem sehr leistungsstarken Teilnehmerfeld einen guten 24. Platz. Knapp dahinter folgte mit 233 Punkten Johanna Quirmbach auf dem 31. Platz.
Beide waren in ihrer Altersklasse die besten Deutschen Starterinnen.
Dagny Hilpert blieb etwas hinter ihrem Leistungsvermögen zurück. Sie erreichte mit 194 Punkten den 41. Platz. Ihr fehlte etwas die Kraft und Ausdauer. Beim nächsten Wettkampf kann das aber schon wieder ganz anders aussehen.

Nach der Siegerehrung gegen 14.30 Uhr fuhr Katharina mit ihrem Vater nach Hause. Enya, Johanna, Dagny und Heino Loichen fuhren mit der Sesselbahn von Hoch-Imst zur Untermarkter Alm. Von hier ging es dann in rasanter Fahrt auf der längsten Sommerrodelbahn der Alpen in ca. 12 Minuten wieder zurück nach Hoch-Imst. Britta Hilpert und Gudrun Loichen hatten in der Zwischenzeit schon den Klettergarten „Putzen“ ausfindig gemacht. Hier konnten wir dann noch gemeinsam einige Routen bis zum fünften Grad an natürlichen Fels und in frischer Luft klettern. Zum Abendessen gab es dann natürlich wieder Nudeln. Diesmal aber mit Schinken und Ei.

Am Pfingstmontag konnten wir endlich ausschlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück in der Sonne packten wir unsere Sachen und bauten in aller Ruhe die mittlerweile gut getrockneten Zelte wieder ab.

Um 10.00 Uhr traten wir die Rückreise an. Trotz des Pfingstreiseverkehrs kamen wir, dank unseres „Navis“, nach gut sechs Stunden Fahrtzeit ohne Stau wohlbehalten wieder in Ransbach-Baumbach an.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Wettkampf, der den Kindern, obwohl ihnen viel abverlangt wurde, sehr gut gefallen hat. Die Organisation und der Ablauf des Wettkampfes waren vorbildlich.

Unsere vier Mädchen haben den TV Ransbach sowie die Sektion Koblenz bzw. Deutschland ausgezeichnet vertreten.

Leider fehlte Bennett Bertram wegen einer Erkrankung.

Unser Team wurde betreut von Britta Hilpert, Guido Saxenhammer sowie Gudrun und Heino Loichen. Für die Fahrt stand uns wieder der Bus der Sektion Koblenz des Deutschen Alpenvereins zur Verfügung.
Vielen Dank dafür.

Fazit: Im nächsten Jahr werden wir wieder an den Start gehen!!!!